Die Hotelgeschichte

Retro-Art-Hotel in Lünen

wurde 1964 von meinen Eltern Theo und Hilde Schene erbaut. Sie hatten 1947 ein altes, brüchiges  Wirtshaus mit Saal in  Bersenbrück/Niedersachsen gepachtet.Hotel in Lünen Theo Schene baute dann 1950  zusammen mit Hilfe von Freunden eigenhändig einFestzelt mit dem er mit Treckern und Anhängern weit durch das Land zog und die er bei Schützenfesten aufstellte. Dann gab es irgendwann mal  einen Sturm, einen Sturmschaden – die Versicherung mußte zahlen und plötzlich hatte mein Vater zwei Zelte.

Mein Vater war auch ein großer Erfinder, er hat die zusammenklappbaren Festzeltbänke mit Eisengestellen erfunden. Die hatten irgenwie klitzekleine  Kinderkrankheiten –   beim   Schützenfest in Fürstenau schunkelten 500 Menschen fröhlich zu “ Heidewitzka“ und alle Bänke  auf einmal brachen  krachend  zusammen.  Mein Vater fürchtete um sein Leben und musste viele Runden von seinem selbstgebrannten “ Wodka-Kirsch “ ausgeben. Denn Destillateur war er auch noch.

. Ich  war immer dabei undsammelte als kleiner Junge beim Abbau der Zelt immer das Geld auf, das zwischen die Holzritzen gefallen war. So waren meine geliebten Lakritz gesichert.

 

Hotel in LünenFamilie Schene wollte aber weiterkommen, verkaufte alles in Bersenbrück und eröffnete in Münster 1954 den “ Aegidihof“ eine Speisegaststätte mit Saalbetrieb und Taubenkeller für die Münsteraner Taubenväter. Im “ Aegidihof“ bei Theo Schene fanden unzählige Karnevalssitzungen statt, der spätere Papst Ratzinger unterrichtete Theologie-Studenten im Saal, da die Universität durch Kriegseinwirkungen noch an Raummangel litt. Nicht zuletzt wurde der Lotto im Saal des Aegidihofs gegründet und über Jahre kamen jeden Sonntag Nacht hunderte von Frauen, die mit Schablonen dort Lottoscheine auswerteten. Theo Schene hat zwar nie im Lotto gewonnen aber richtig viel Pachteinnahmen vom Lotto bekommen.

Dann mußte was Eigenes her. Er wollte ein Hotel ..Also zog Familie Schene nach Lünen und erbaute dort 1963 das “ Stadthotel“.

Es gab ein Hotel, es gab ein „Cafe`“ der Lebenstraum meines Vaters , ausgerechnet das scheiterte. Heute ist da der Frisörsalon. Es gab einen Saal für 600 Personen – heute Tagungsräume, es gab einen „Schnellimbiß – heute ist es das “ Adriatik“ . Es gab eine „Nachtbar “ – absolut nicht der Lebenstraum meiner Mutter – heute “ Print – und Plot“ und es gab eine der ersten Diskotheken im Revier – heute Jazzclub.  1994 wurde das Hotel nochmals kräftig erweitert und heißt heute

“ Retro-Art-Hotel in Lünen“ – ein Haus im Retro-Stil der 60er Jahre mit moderner Kunst.

Unser Haus ist sicher nicht brandneu. Bewußt pflegen wir  den Charme der 60er Jahre und setzen als Kontrast auf großartige moderne Kunst. Dennoch sind wir gerade heute so erfolgreich wie nie zuvor.

Hotel in Lünen Außen
Woran mag das liegen?
Sicher nicht an den Grundrissen der Zimmer. Klar, die könnten großzügiger sein. Vielleicht überzeugt ja, dass wir nur hochwertigste Betten und Matratzen verwenden. Aber nur das kann es ja wohl nicht sein. Vielleicht liegt es daran, dass wir für das Frühstücksbuffet beste und frische Produkte aus Westfalen bevorzugen.
Der Grund warum wir nach mehr als  50 Jahren immer noch erfolgreich sind, ist ein ganz anderer:

Es sind die Menschen, die für Sie im Retro-Art-Hotel in Lünen arbeiten. Freundliche, bodenständige und ehrliche Menschen. Mitarbeiter, die bereit sind alles zu tun, damit Sie persönlich sich bei uns richtig wohlfühlen. Menschen die keinen anonymen Hotelbunker führen könnten, aber sehr wohl ein privates Hotel von Menschen für Menschen.

Wir können nicht beweisen, dass ein Hotel eine Seele hat. Aber wir können so handeln.

Hotel in Lünen
Wolfgang Schene